Die Zukunft der Gemeinde Ried bewusst gestalten
Die Bürgerinitiative: Gemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität in der Gemeinde Ried

wurde kurzfristig Anfang Mai 2011 gegründet, um die Interessen der Bürger der Gemeinde Ried - und nicht nur des Ortsteils Baindlkirch – in der plötzlich notwendig gewordenen Diskussion hinsichtlich des geplanten Baus eines Hühnermastbetriebes direkt am Ortsrand von Baindlkirch und den daraus endstehenden Folgen zu vertreten.

Der geplante Hühnermaststall für 39.500 Broiler befände sich nur 270 m vom nächsten Haus und 350 m vom Kindergarten entfernt. Die gesundheitlichen Bedenken sind enorm.  Viele andere Themen bewegen uns zudem: Die Unwürdigkeit der Massentierhaltung, der Verlust von Wohnqualität, die entstehende Geruchsbelästigung, der Wertverlust unsere Immobilien und vieles mehr.

In unserer Initiative sind alle Altersgruppen, viele berufliche Zweige und verschiedenste Charaktere und Herkünfte vertreten. Manche Mitglieder sind erst vor kurzem in die Gemeinde gezogen, andere schon vor langer Zeit und viele haben sogar ihre Wurzeln hier. Eines ist uns allen gleich: Wir leben gerne in unserer Ortschaft, wir lieben das Landleben und schätzen die  hohe Lebensqualität, die unsere Gemeinde bietet. Eine Lebensqualität, die auch durch das bis dato zukunftsorientierte Handeln unserer Gemeindepolitik entstanden ist!

Und wir sehen die Landwirtschaft als unzertrennlich verbunden mit unserer Gemeinde an.

Unser Protest richtet sich allein gegen den Bau des geplanten Maststalls. Die daraus entstehenden Risiken halten wir für unzumutbar.

Vehement wehren wir uns gegen Agro-Industrie-ähnliche Betriebe. Nur die Möglichkeit des "privilegierten Bauens" läßt es zu, daß solche  Großanlagen als "landwirtschaftliche Betriebe" bezeichnet werden. In unserem speziellen Fall betrifft es einen Hühnermaststall.

Wobei wir der Überzeugung sind, daß ein solcher Maststall in der Gemeinde nur den Trend zu einer Entwicklung legen würde, die keinem von uns gefallen kann. Die Großkonzerne der Geflügelwirtschaft forcieren einen Ausbau der Mastställe, durch das "privilegierte Bauen" unterstützt der Gesetzgeber ungewollt die Landwirte in diesem Bereich. Daraus ergeben sich tiefe Einschnitte in die jetzt bestehende ländliche Struktur.

Unser Anliegen ist es, hierüber zu sprechen und dadurch die Gemeindestruktur mitzugestalten.

Mit unserem Bürgerentscheid möchten wir der Gemeinde die Möglichkeit an die Hand geben unser aller Zukunft aktiv zu gestalten. Die Erstellung eines Flächennutzungsplanes bedeutet die gezielte Planung der Gemeinde. Hiermit holt sich die Gemeinde ein Bestimmungsrecht zurück, das durch das "privilegierte Bauen" so nicht mehr gegeben ist.

Wir wollen, dass die Stimme der Gemeindebürger auch gehört wird!

Unserer offiziellen Vertreter - unterstützt durch viele andere - sind:

Vertretungsberechtigte Personen:
1. Stephan Müller 2. Claudia Mayer 3. Ingo Lanius

Deren Vertreter im Fall ihrer Verhinderung oder Ihres Ausscheidens:
1. Ilonka Haage 2. Jörg Hörmann 3. Jörg Brink.